Zeche Zollverein

Die Zeche Zollverein habe ich über die Jahre immer wieder besucht – und jedes Mal gibt es etwas Neues zu entdecken. Egal ob bei Sonnenaufgang, wenn das Gelände fast menschenleer ist, oder mitten am Tag zwischen Besuchern: Die Mischung aus rauer Industriearchitektur und der Natur, die sich Stück für Stück alles zurückerobert, hat für mich einfach einen ganz besonderen Reiz. Ein Ort, der sich immer wieder neu fotografieren lässt.

2024

Trivia

Die Zeche Zollverein in Essen war einst die leistungsstärkste Steinkohlezeche der Welt. Ein echtes Highlight entstand in den 1930er-Jahren mit der Schachtanlage 12, entworfen von den Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer, die bis heute als „schönste Zeche der Welt“ gilt – weil sie den Bauhaus-Stil perfekt in den industriellen Alltag integriert. Ihr Wahrzeichen ist das riesige Doppelbock-Fördergerüst von Schacht XII, liebevoll „Eiffelturm des Ruhrgebiets“ genannt, das 55 Meter hoch aufragt und beeindruckende 1.049 Meter in die Tiefe reicht. Am 23. Dezember 1986 wurde die Zeche als letzte von rund 290 Essener Zechen stillgelegt, die zugehörige Kokerei folgte 1993. Zum heutigen UNESCO-Welterbe „Industriekomplex Zeche Zollverein“ gehören die Bereiche von Schacht XII, Schacht 1/2/8 und der Kokerei mit einer Gesamtfläche von rund 100 Hektar – seit 2001 die einzige UNESCO-Welterbestätte im Ruhrgebiet. Heute ist das Gelände vor allem für seinen Mix aus Industriekultur, Kunst und Natur bekannt, beherbergt unter anderem das Ruhr Museum sowie die Folkwang Universität der Künste und zieht damit bis heute Fotografinnen und Fotografen aus aller Welt an.