Trainingsbergwerk

Eine richtig spannende Führung durch das Trainingsbergwerk – und dazu noch von echten Bergleuten erklärt, die selbst jahrelang unter Tage gearbeitet haben. Genau das macht den Besuch so besonders: Man bekommt nicht nur trockenes Wissen vermittelt, sondern hört Geschichten und Details aus erster Hand. Fotografisch war das Ganze ein echtes Highlight – die alten Maschinen, die engen Stollen, das besondere Licht unter Tage bieten einfach unglaublich viele Motive.

2022

Trivia

Das Trainingsbergwerk in Recklinghausen liegt unter der ehemaligen Halde der Zeche Recklinghausen II und nutzt dabei Stollen, die ursprünglich im Zweiten Weltkrieg als unterirdische Schutzräume angelegt wurden. 1975 baute die Ruhrkohle AG (RAG) die Anlage zu einer Ausbildungs- und Trainingsstätte für ihre Belegschaft aus, wo Bergleute geschult und neue Maschinen getestet und vorgeführt wurden. Auf einem rund 1.200 Meter langen Streckennetz sind hier bis heute funktionsfähige Fördermaschinen, Kohlenhobel und Diesel-Katzen zu sehen – eine so umfangreiche Sammlung findet sich sonst nirgendwo im Ruhrgebiet. Nach dem Ende des deutschen Steinkohlebergbaus 2018 übernahmen ehemalige Bergleute die Führungen und geben ihr Wissen seitdem an Besucher weiter, bei zwei- bis dreistündigen Touren mit Helm und Grubenlampe. Heute dient die Anlage nicht nur touristischen Zwecken, sondern auch als Filmkulisse und Forschungsstandort – unter anderem wurde hier ein Kollisionswarnsystem für den Bergbau entwickelt. Ein Ort also, an dem Geschichte, Technik und echtes Erleben so dicht beieinanderliegen wie kaum irgendwo sonst.