Bremerhaven

Ein kurzer Städtetrip mit meiner Schwester und meinem Vater – genau das richtige Programm für ein paar Tage Bremerhaven. Was mich hier am meisten gepackt hat, war das Deutsche Auswandererhaus: Die Geschichten der Menschen, die von hier aus in eine ungewisse Zukunft aufgebrochen sind, gehen einem ziemlich nah. Dazu kommt eine beeindruckende Dichte an Museen für so eine vergleichsweise kleine Stadt – da bleibt kaum Zeit für Langeweile. Und natürlich durfte zwischendurch ein Fischbrötchen nicht fehlen, direkt am Wasser schmeckt das nochmal anders.

2025

Trivia

Bremerhaven ist mit seiner Gründung im Jahr 1827 eine der jüngeren deutschen Städte, hat es in dieser Zeit aber zu einiger Bedeutung gebracht. Von hier aus startete 1847 der erste regelmäßige Schiffsverkehr zwischen Europa und den USA, was die Stadt über Jahrzehnte zum Tor für Millionen Auswanderer in die Neue Welt machte – eine Geschichte, die heute im Deutschen Auswandererhaus (eröffnet 2005) lebendig wird. Mit rund 113.000 Einwohnern ist Bremerhaven die zweitgrößte Stadt im Bundesland Bremen und liegt, fast wie eine Insel, als Enklave in Niedersachsen an der Mündung der Weser. Wissenschaftlich interessant wird’s am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, das hier seinen Sitz hat. Und für alle mit Faible fürs Maritime: In Bremerhaven lässt sich sogar ein echtes U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg, die Wilhelm Bauer, besichtigen. Nebenbei treibt die Stadt auch das Thema Zukunft voran – als wichtiger Standort für Windenergie will Bremerhaven Klimastadt werden.